Überall Baustellen

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


Sommerferien sind immer Baustellensommer mit Vorankündigung. Routine-Wartung und Reparatur sind regelmäßig notwendig.

Im persönlichen Bereich lassen sich ebenfalls durch  rechtzeitige Korrekturen oder Reparaturen größere Schäden verhindern. Hinweiszeichen können sich sowohl in unserer körperlichen Verfasstheit und auch bei einem seelischen Unbehagen bemerkbar machen. Helfende Berufe stehen bereit.

Der Brückenschlag zur Bibel ist nun nicht schwer: durch seine Menschwerdung lernte der Menschensohn Jesus die Baustellen der menschlichen Existenzen kennen, ebenso die Lebensumstände und Aussichtslosigkeiten vieler Menschen.

Seine Menschenliebe drängte ihn zum Helfen, umden Unglücklichen neue Perspektiven im Leben zu eröffnen. Er schenkte den Schuldbelasteten Verzeihung und motivierte sie zur Erneuerung ihres Lebens. Jesus sah hinter den menschlichen Fassaden den wahren Schmerz, die quälende Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit der Traurigen und Leidenden.

Was wir vordergründig sehen, eröffnet längst nicht die ganze Hilfsbedürftigkeit unserer Mitmenschen- mit manchen Störungen und Mängeln. Respekt oder Liebenswürdigkeit können schwinden, Achtsamkeit und Mitgefühl bleiben auf der Strecke. Machtgier kann dafür wuchern. Manche Lebenslügen erscheinen in beeindruckenden Verkleidungen.

Wer Ohren hat, der höre um sich, in welchen Bereichen des Lebens auch wir zum Helfen gefragt sind. Baustellen sind vielerorts. Wir haben Jesu Beispiel vor Augen…

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