Steig aus deinem Boot und komm

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


Die dramatische Bootgeschichte vom See Genezareth ist uns erinnerlich. Manches davon könnte in unsere Lebenswirklichkeit passen.

Kurzer Rückblick: Nach der Ausspeisung der 5000 schickte Jesus seine Freunde spätabends ans andere Seeufer voraus. Er selbst wollte später nachkommen.

Die Jünger kannten vom nächtlichen Fischen auch Stürme, doch diesmal hatten sie mitten am See ungewöhnlichen, beängstigenden Gegenwind.

Dazu erschien auf dem Wasser eine gespenstische Gestalt, die sich ihrem Boot näherte.

Einige wurden panisch. Nur Petrus glaubte, den Herrn zu erkennen. Jesus rief ihnen zu: „Ich bin es, fürchtet euch nicht“. Dann weiter der brisante Dialog zwischen Petrus und Jesus: „Wenn Du es bist“, sagte Petrus, „dann befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme“. 

Nach Jesu Zuruf konnte Petrus wirklich auf dem Wasser gehen, doch plötzlich bekam er Angst und er begann unterzugehen. Jesus gab ihm seine rettende Hand. Petrus war misstrauisch geworden.

Wären wir bei den Jüngern gewesen- wie hätten wir reagiert?

Bis heute pendeln wir bei Jesu Worten misstrauisch zwischen unseren Ängsten und dem Vertrauen. Wie oft haben wir in unserem Leben das Boot unserer Gewissheiten verlassen und dabei unsere Zweifel überwunden?

Das Boot als Symbol der (scheinbaren) Sicherheit, der Sturm ein Symbol für unerwartete Dramen. Die Nacht mit dem Dunkel der Ungewissheit und schließlich der Ruf des Herrn:

im Vertrauen auf ihn unser Gewohntes (Boot) zu verlassen.

Der Zweifel des Petrus an Jesu Zusage ist bis heute auch unser Problem.

Herr, hilf uns, in dunklen, stürmischen Zeiten dir zu vertrauen, wenn wir mutige Schritte tun müssen!

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