Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat

Heuer verbrachten wir unseren Sommerurlaub in Tirol. Obwohl es meist bedeckt-regnerisch war, gab es immer wieder Sonnenstunden, in denen die bunte Lüftlmalerei an großen Hausfassaden wunderbar zur Geltung kam. Zu unserer Überraschung zierte die gastliche Szene mit Jesus, Maria und Marta sehr passend eine Wirtshauswand in St. Johann.
In gastlicher Atmosphäre gemeinsam Mahl zu halten, umsorgt von einer freundlichen Kellner-schaft, das schenkt doch Wohlbefinden. Wenn Gast und Gastgeber in gegenseitiger Wertschätzung solche Gastfreundschaft ideal genießen dürfen, dann wird sich lächelnde Zufriedenheit breitmachen.
Papst Leo hat ebenfalls die Szene mit Jesus, Maria und Martha dafür benützt, um uns in dieser Sommerzeit wieder zu mehr Gastlichkeit zu motivieren.
Gastgeber und Gast sind meist miteinander verbunden, sei es durch geteilte Achtsamkeit, sei es sogar durch Freundschaft. Einladungen werden ausgesprochen, freudig angenommen, und jeder bereitet sich auf solche besonderen Begegnungen vor.
Jesus ist immer freundschaftlicher, großzügiger Gastgeber für uns. Seine Einladung an mich ist eine Dauereinladung, um mich mit ihm vertrauensvoll auszutauschen, um seinen Rat zu hören und zu bedenken.
Ohne Terminvereinbarung können wir zu ihm kommen, er stellt keine Vorbedingungen. Jesus erwartet von uns einzig unsere Offenheit und unser Vertrauen zu ihm.
„Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken…“ (Mt 11, 28ff)
