Mit dir selbst hab Geduld – Gott hat sie auch!

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


Dieser ermutigende Gedanke stammt von Edith Stein, der 1998 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochenen Karmelitin.

Wer ehrlich zu sich selber ist, der kennt seine Schwächen. Jesus konnte den menschlichen Charakter seiner Jünger wohl tagtäglich miterleben und ihr Verhalten im Umgang mit seinen Zuhörern genau beobachten.

Die Jünger waren manchmal begriffsstutzig.
Die Jünger waren enttäuscht, wenn sie die Grenzen ihrer Heilkraft bemerkten.
Die Jünger waren unwirsch und abweisend, wenn Jesus zu sehr bedrängt wurde.
Sie waren auch ängstlich und zweifelnd, wenn sie durch Jesu Auftrag ihre Erfahrungsgrenzen überschreiten sollten.
Die Jünger waren nach Jesu Tod völlig entmutigt, weil sie seine Vorankündigungen nicht ernstgenommen hatten.

Wie wären unsere eigenen Reaktionen unter den obigen Umständen gewesen?

— Kurze Pause —

Jesus hatte Geduld mit seinen Freunden, was für uns heute sehr tröstlich ist.

Jesus musste seine menschliche Natur allmählich akzeptieren. Versuchungen, Enttäuschungen, Konfrontationen, Verleumdungen blieben auch ihm nicht erspart.

Jesus vertiefte den Kontakt zum Vater, er vertraute dem göttlichen Heilsplan und übernahm die für ihn vorgesehene Rolle. Jesus war geduldig, wie auch der Vater die Zweifel seines Sohnes respektierte.

Bei all unseren Schwächen, unseren Fehlern, unserer Schuld gegenüber anderen Menschen:

Gott ist geduldig, er gibt uns Impulse, schenkt uns bessere Einsichten und er kann warten. Er wartet auf unser Vertrauen zu ihm, denn er liebt uns.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.