Immer wieder Umfragen

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


Warteschlange

Unterschiedliche Interessensgruppen erheben durch Befragungen die Bedürfnisse in der Bevölkerung. Über Werbeschienen wird anschließend versucht, Resonanz und Interesse für bestimmte Themen zu wecken. So läuft Meinungsbildung.

Religiöse Themen bleiben dabei keineswegs ausgespart. Eine große Studie erfragte „Woran die Österreicher glauben“. Aus den veröffentlichten Ergebnissen erhalten kirchliche Verantwortungsträger einen Einblick in die spirituelle Befindlichkeit unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen.  

Auch Jesus fragte seine Jünger: „Für wen halten mich die Menschen“ und: „für wen haltet ihr mich“?  Das menschliche Bedürfnis, die Anerkennung und Wertschätzung oder aber Ablehnung und Widerspruch seines Umfeldes zu kennen, entsprach wohl auch Jesu menschlicher Seite. Jesus hatte sicherlich seinen Lebensbereich im Blick. Er hörte Redereien, Gerüchte und erlebte, wie die Stimmung der Bevölkerung aufgehetzt und manipuliert werden konnte.

Jesu Versuchungen zielten bei seinem Fasten in der Wüste auf eine selbstgefällige Selbstbestätigung. Das diabolische Drängen: „Du bist doch wer, Du hast was und kannst auch was“ -das kann sich in jedem von uns als Überlegenheit gegenüber anderen Menschen auswirken.

Jesus war weder Egomane noch Mitläufer allgemeiner Stimmungslagen, und er bediente nie den Zeitgeist. Glaubwürdig und vertrauensvoll war sein Zugang zu den Menschen, die ihn um Rat und Hilfe aufsuchten.

Jesu Auftrag an uns: stimmen wir unsere Sorge um Mitmenschen mit seinem Beispiel ab.

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