Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat

MADELEINE DELBREL, eine französische Mystikerin des vorigen Jahrhunderts, hat in einer verständlichen Art ausgedrückt, wie wir unser Christsein und unseren Nachfolge-Auftrag verstehen sollen:
Wir kommen nicht, um großmütig etwas mitzuteilen, was uns gehört, nämlich Gott.
Wir kommen nicht als Gerechte unter Sünder, als Leute, die ein Diplom erlangt haben unter Ungebildeten;
wir kommen, um von einem gemeinsamen Vater zu reden, den die einen kennen, die anderen nicht; als Leute, denen vergeben worden ist, und nicht als Unschuldige;
wir kommen als Menschen, die das Glück hatten, zum Glauben gerufen worden zu sein,
ihn zu empfangen- ihn aber als ein kostbares Gut zu empfangen,
das nicht nur für uns da ist,
sondern für die Welt hinterlegt wird:
daraus ergibt sich eine ganze Lebenshaltung.
Wir sind erwählt- beschenkt- beauftragt, das Beispiel Jesu durch unser Leben hinauszutragen, damit auch andere Menschen diese Menschenfreundlichkeit Gottes durch uns erfahren.
