Freiwillig ohnmächtig

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


Es geht nicht um einen kurzen Bewusstseinsverlust, sondern um die Machtlosigkeit. Heute will ich Gedanken von HENRI NOUWEN über die freiwillige menschliche Machtlosigkeit Jesu beleuchten.

In den Seligpreisungen bietet uns Jesus sein Selbstbild an.
Jesus hat keinen Einfluss, er steht eher am Rand der Gesellschaft.
Jesus kennt die Trauer, er weint nach dem Tod seines Freundes.
Jesus kümmert sich um die Kleinen und Schwachen.
Er wendet sich gegen Ungerechtigkeit, tritt für Hungernde und Sterbende ein.
Jesus ist nicht rachsüchtig, er vergibt und verzeiht.
Jesu reines Herz ist aufmerksam, auf das Wesentliche bedacht.
Jesus pflegt keine Vorbedingungen oder Vorbehalte gegenüber Menschen.
Schließlich lernt Jesus auch die Zurückweisung, Ablehnung kennen.
Jesus hat die geschwisterliche Mitmenschlichkeit vorgezeigt.

Jesus wollte keinesfalls weiche, passive, unterwürfige Schwächlinge als seine Jünger. Unfähige, selbsterniedrigende und erfolglose Freunde hat er sich nicht ausgesucht.

Mit Schwäche meint Jesus nicht eine weltliche Machtlosigkeit, sondern unsere bedingungslose vertrauensvolle Abhängigkeit von Gott. So werden wir Träger der göttlichen Macht- die alles verwandelnde Macht der Liebe, die uns ermutigt und Zuversicht schenkt.

Überall, wo Jesus hinging, erlebten die Menschen die Gegenwart der göttlichen Macht.

Jesus war von Gottes Kraft erfüllt- und er beanspruchte sie, um Sünden zu vergeben, zu heilen, um Menschen ins Leben zurückzurufen.

Jesus sagte: “Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Geht…macht alle..zu meinen Jüngern.“

Gott verleiht auch uns die Macht, die Liebe in Anspruch zu nehmen, wodurch unsere Angst schwindet und das Licht der Liebe leuchtet.

Mit Fantasie, kreativ und begeistert können wir unser Leben leben…

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