Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat

Kennst du auch belastende Gefühle, dass etwas wie ein Stein im Magen liegt oder wie umgekehrt ein Stein vom Herzen fällt? Sorgen bedrücken uns, ebenso zwischenmenschliche Hindernisse. Lieblosigkeiten können sich in einer Beziehung zu Barrieren aufbauen.
Wie schnell doch ein falsches Wort, eine Unaufrichtigkeit im Nu eine trennende Mauer des Schweigens entstehen lassen kann!
Fast täglich lesen wir von Friedensappellen, die abgeschmettert oder ignoriert werden. Solange gegenseitiger Respekt, Offenheit für andere Standpunkte, vielleicht auch eine Kompromiss-bereitschaft fehlen, kann kein Gespräch beginnen.
Grabsteine symbolisieren die Grenze zwischen Leben und Tod, sie sind eine Grenze ohne Übergang. Jesu Freund Lazarus war verstorben und begraben worden. Als Jesus die Trauerfamilie besuchte, erlebte er dort den Trennungsschmerz, deren Trauer und Machtlosigkeit gegenüber dem Tod. Er selbst war ebenfalls erschüttert.
Nicht die Äußerlichkeiten, sondern die starke Ansage Jesu rückt dann ins Zentrum dieser Schilderung: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben…“
Nach dem Tod geht es also weiter. Jesu mächtige Stimme erreichte Lazarus sogar im Grab und erweckte ihn zum Leben.
Jesus kann auch unsere tödlichen Steine des Unfrieden, des Misstrauen, der Verzweiflung und Angst von uns nehmen, wenn wir ihm vertrauen.
Jesu Stimme will uns immer erreichen. Alles, was uns lähmt- das Totgesagte oder Totgeglaubte bekommt durch Jesus wieder Lebendigkeit. Jesus revitalisiert uns.
Wir sind gleichfalls eingeladen, störenden Konflikt-Steine um uns herum zu entfernen. Vielleicht lassen sich Beziehungen wiederbeleben. Worte des Verzeihens können Wunder bewirken.
