Ihm geht es nicht um Äußerlichkeiten

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


1. Fastensonntag

In den Lesungen der Fastenzeit hören wir in einer im Gestern verwurzelten Sprache über Schuld, Umkehr, Buße.  Jahrhundertelang beeinflussten Bilder vom höllischen Inferno die Lebenswelt der Menschen. Die Menschenfreundlichkeit Gottes in der Person Jesu blieb völlig unterbelichtet.

Wir Menschen sind fehlerhaft. Oftmals versagen wir, doch Jesus, der menschgewordene Gottessohn brachte uns Trost, Heil und Rettung. Barmherzig zeigt er uns Wege und Chancen zum Neubeginn.

Jesus wendet sich den schuldbelasteten und hilfesuchenden Menschen zu. Mit seinen zeitlosen, verständlichen Fragen öffnen sich die Herzen der Bedrückten. Im Vertrauen auf Jesu Ermutigung und Sündenvergebung schenkt Gott bis heute die Kraft zu Umkehr und Erneuerung. Er orientiert sich nicht an Äußerlichkeiten, Jesus interessiert meine Mitmenschlichkeit.

Jesus sucht eine vertrauensvolle Beziehung zu uns, zu mir. Beziehung schafft Nähe, die Beteiligten hören einander zu. Lassen wir Jesu Frage: „Was willst du, dass ich dir tue?“ einfach ruhig stehen. Auch wenn wir augenblicklich keine Antwort finden, so können wir doch langsam in eine Antwort hineinwachsen. Jesus weiß, was uns wirklich guttut.

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