Er nimmt meine Angst

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


2. Fastensonntag

Es gibt genügend Gründe, um sich zu fürchten – im persönlichen Bereich, wenn die Selbstbestimmung ihre Grenzen erreicht und wir uns z.B. einer Krankheit ausgeliefert fühlen. Genauso können bedrohliche Lebensumstände Ängste auslösen, wie wir täglich aus den Nachrichten hören.

Früher beherrschte ein beängstigendes Gottesbild die Menschen mit Schuld und Strafe. Lange vor der Frohbotschaft wurde eine Drohbotschaft über Gott verbreitet.

Ängste erwachsen auch durch Misstrauen. Erinnern wir uns an die Geschichten am See Genezareth, als die Jünger Seenot erlebten und als Petrus ein andermal unterzugehen drohte. Was war nach der Auferstehung Jesu? Der Zweifel der Jünger verdrängte kurz ihren Glauben.

Wem glaube ich, auf wen höre ich heute, wenn rundherum Verunsicherung verbreitet wird?

Das Gottesbild Jesu zeigt uns den barmherzigen Vater. Gott wurde Mensch, um den Sünder nicht zu vernichten, sondern um ihn zu retten. Jesus befreit uns von den alten, falschen, beängstigenden Gottesbildern.

Jesu Zusage, immer bei uns zu bleiben, gibt uns Hoffnung für alle Lebenssituationen. Jesus spricht bis heute durch die Stimme seiner Jünger, manchmal leise, vielleicht unerwartet, aber doch verständlich.

In jeder Hl. Messe erleben wir die göttliche Gegenwart in Brot und Wein als Nahrung.

Lassen wir uns inspirieren, wenn wir gemeinsam neue Wege suchen!

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