Mit gesunder Neugier

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


3. Fastensonntag

Laut Neuem Testament befragte Jesus sehr oft die hilfesuchenden Menschen. Neugierige, Bewunderer, auch Gegner wollten ihn hören. Seine Sorge um die Menschen drängte Jesus, belasteten Menschen zu begegnen, um ihr Leid zu hören. Indem er ins Herz der Menschen blicken konnte, entdeckte er die unausgesprochenen Ursachen menschlichen Unglücks. Jesu Art des Umgangs mit Menschen war offenbar beeindruckend.

„Was willst du, dass ich dir tue“- auf diese Frage öffneten die Hilfesuchenden erwartungsvoll ihr Herz. Jesus vergab ihnen ihre Schwächen und Schuldigkeiten und ermutigte sie zu einem Neubeginn. Ist nicht das die Chance jeder Fastenzeit – nicht im Sumpf von Fehlern und Schuld zu versinken, sondern den oft lebensverändernden Schritt auf Jesus zu machen und ihn um Hilfe zu bitten?

Jetzt ist wieder eine Zeit, sich in Ruhe der faszinierenden Persönlichkeit Jesu anzunähern. Wonach dürsten wir heute, was fehlt in unserem Lebensfeld? Können wir uns noch für all das begeistern, wofür Jesus Mensch wurde?  Barmherzig und vergebungsbereit, fürsorglich und wertschätzend wurde er für viele Menschen der Heilbringer.

Im (bequemen) Stillstand zu verharren hieße allerdings, die immer notwendigen und der Zeit geschuldeten Erneuerungen zu verweigern, was gar nicht im Sinne Jesu wäre.

Geh, so sagte er…

Greifen wir die Frage Jesu für unseren Umgang mit den Mitmenschen auf: “Was willst du, dass ich dir tue?“ Weil unser Gott „nach Brot schmeckt“ (bei jeder Hl. Messe), können wir diese Stärkungin unseren Alltag mitnehmen und mit anderen teilen.

Nähern wir uns voll Neugier dem Wort und Beispiel Jesu und lassen wir uns von ihm berühren.

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