Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat

4. Fastensonntag
Schwerwiegendes menschliches Fehlverhalten löst Verunsicherung, Hoffnungslosigkeit und Angst bei vielen Menschen weltweit aus. Diese Fastenzeit will uns zum Nachdenken einladen, wie wir mit unseren Möglichkeiten in die Spur Jesu zurückfinden und in ihr bleiben.
Wenn das Wort Gottes menschenfreundlich unser Leben erhellt, uns wie Salz durchdringt, dann wird sich unsere Erneuerung sowohl auf unser eigenes Leben als auch auf unser Umfeld auswirken.
Mir gefällt Jesu Zugang zum Menschen in seinem Vergleich mit Salz und Licht. Salz und Licht haben keinen Selbstzweck. Salz durchdringt, löst sich auf und schmeckt. Das Licht erhellt, zeigt und verströmt Atmosphäre, wirkt lebenserhaltend.
Diese Bildworte passen zu Jesu Absicht, das Leben der Menschen mit Zuversicht zu erfüllen, ihr Herz zu begeistern.
Jesus erwählte keine mutlosen, in Selbstvorwürfen kreisenden Jünger, sondern solche, die sich trotz ihrer Schwächen vertrauensvoll Jesus anschlossen. Das Vertrauen zu Jesus bestärkt uns in allen Herausforderungen.
Ist die wahre Aufgabe der Kirche das Bewahren von Tradition und Moral? Der schenkende Gott will vielmehr mit seiner Liebe unsere Mitmenschlichkeit anregen.
Wir müssen nicht – wir dürfen in unserem Leben auf Jesus vertrauen.
Die institutionelle Kirche ist berufen, sich mit weniger Selbstbezogenheit mehr um das Wohl der Menschen zu kümmern- so wie es Jesus tat.
Wechseln wir manchmal in die Rolle Jesu, um zu erkennen, welches göttliche Potenzial in jedem von uns auf Freisetzung wartet…
