Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat

5. Fastensonntag
Gerne verharren wir im Gewohnten. Wir bevorzugen Routine, weil wir dann wissen, was zu tun ist. Veränderung ist anstrengend, verlangt erhöhte Aufmerksamkeit und Beweglichkeit.
Die Berufung auf eine Tradition kann mit einer verweigerten Erneuerung einhergehen, was für alle Lebensbereiche gilt. Reform heißt hingegen Umgestaltung bestehender Verhältnisse.
Heute habe ich nach einem Blick in die Bibel Aussprüche zusammengetragen, die für mich wie ein Auftrag klingen. Sind wir nicht eingeladen, uns JETZT und HIER vom erneuernden Geist Gottes leiten zu lassen?
Wir hören vom Neuen Bund, vom Geist, der alles neu macht. Vom neuen Himmel und der neuen Erde ist die Rede. Wenn ER alles neu macht, dann werden wir auch den neuen Menschen anziehen.
Wie klingt das für uns? Es geht noch weiter: Was ist das: eine neue Lehre mit Vollmacht – sogar die unreinen Geister gehorchen ihm (Mk 1,27). Ein neues Gebot gibt er uns: liebt einander.
Er hat uns fähig gemacht, Diener des neuen Bundes zu sein – nicht des Buchstabens, sondern des Geistes (2 Kor 3,6). Und: Dein Reich komme, wie im Himmel so auch auf Erden.
Das Programm ist für uns erstellt. Jetzt liegt es an allen Gläubigen, voll Zuversicht dieses Programm zu lesen und es dann begeistert umzusetzen. Mit Zuversicht in einen Neubeginn!
