Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat

Was ist Ostern heute sonst noch? Der Weg zum Osterfest führt uns in der Fastenzeit an das Menschsein heran. Im Blick auf Jesus begegnen uns Nähe und Vertrauen, aber auch Verrat und Machtmissbrauch – so wie in unserem gegenwärtigen Leben.
Die Verhaltensmuster haben sich seit damals nicht geändert. Allerdings übersteigt das jesuanische Pessachfest letztlich den berichteten Schrecken, die Ängste und das Sterben. Das scheinbare menschliche Ende- Jesu Tod – geht in eine Lebensvollendung mit Herrlichkeit über. Gute Aussichten für uns.
Zur Osterfreude gehört das gemeinsame Mahlhalten. Mit dieser Gemeinschaftsfeier hat Jesus in Brot und Wein seine tatsächliche bleibende Gegenwart für uns sichtbar begründet.
Auf die anfängliche Trauer der Jünger folgten zunächst Zweifel, Verunsicherung und auch Ungläubigkeit, weil Unvorstellbares vor ihren Augen passierte. Der bestattet geglaubte Jesus erschien ihnen leibhaftig. Jesu Voraussagen bestätigten sich mit diesen Begegnungen.
Jesus bringt den Frieden und beschenkt die Jünger und uns mit dem Versprechen, immer unter uns zu bleiben. Wie schon damals bleibt Jesu Auferstehung für viele Menschen unfassbar. Das Überschreiten der irdischen Dimension kann die Glaubenskraft von Menschen überfordern.
