Aushängeschilder

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


Aus Hochglanzzeitschriften schauen mir Gesichter entgegen, die wie aufgeblasen, künstlich aufgespritzt und überschminkt wirken. Vor dem Weiterblättern lese ich von einem Einheitslook, der angeblich als Statement einer Elite angesagt ist. Wow.

Aushängeschilder dienten früher dazu, Handwerksgeschäfte sichtbar zu machen. Später erweiterte sich der Begriff auf bekannte Persönlichkeiten als Werbeträger für bestimmte Themen. Die Fassadengestaltung will Beachtung finden.

Jesus hat dem Äußerlichen keine große Bedeutung beigemessen, wenn sich dahinter nichts menschlich Wesentliches verbarg. Inhaltsleere, aber effektheischende Äußerlichkeiten konnte Jesus rasch enttarnen, da er ins Herz der Menschen blicken konnte.

In jedem menschlich Innersten ruht bis heute eine mehr oder weniger brennende Begeisterung für zwischenmenschliche Güte, welche sich nicht immer sofort entdecken lässt.

Jesus will uns ermutigen, unsere Großzügigkeit, unser Verzeihen und unsere Barmherzigkeit auch zu leben.

Im regelmäßigen Umgang mit Gott, also im Dialog mit ihm kann sich unsere Berufung zur Menschen- und Gottesliebe sichtbar und spürbar entfalten.

Mit einer göttlichen Inspiration wird unsere zwischenmenschliche Begeisterung zum Aushängeschild der Menschenfreundlichkeit.

Öffnen wir uns für Jesu Beispiel!

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