Herrliche Aussichten

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


Auch bei unserem heurigen Sommerurlaub erlebten wir verunsichernde Wetterprognosen. Teilweise einander widersprechende Wettervorhersagen erschwerten unsere Tagesplanungen. Wird es bereits am Vormittag regnen oder gibt es erst nachmittags Gewitter?

Niemand weiß es also genau, wie es wirklich wird. Das betrifft auch die Aussichten für unser tägliches Leben. Vieles kommt höchstwahrscheinlich wie erwartet, doch es gibt sie, die Überraschungen, das Unerwartete.

Was bedeutet das für mich, wie verhalte ich mich? Es macht Sinn, ganz im Hier und Jetzt zu sein – präsent zu sein. Das Verweilen in der Vergangenheit  ist sinnlos, weil Vergangenes nicht mehr änderbar ist. Genauso ist die Träumerei von einer erwünschten Zukunft ohne Wirklichkeits-bezug.

Carpe diem – nütze den Tag, die Stunde, die Gelegenheit und lebe mit Respekt, Rücksicht und Wertschätzung gegenüber deinen Mitmenschen. Nicht vielleicht, nicht irgendwann, sondern jetzt.

Jesus verweist immer wieder auf diese vernünftige menschliche Haltung. Wir können unseren Lebensstil verbessern, können es zumindest versuchen. Durch Wohlwollen kann sich die Atmosphäre in unserem Lebensbereich verbessern, und wir hoffen, dass es zu positiven Resonanzen kommt.

Mit offenen Augen, offenen Ohren und auch offenen Händen werden wir Nöte, Ängste, Einsamkeit, Bedrohungen bei unseren Mitmenschen registrieren und können reagieren.

Jesus ermutigt uns zum Gutsein, um die Indifferenz, die Gleichgültigkeit oder Teilnahmslosigkeit zu überwinden.

Egoisten fragen vielleicht nach einem persönlichen Nutzen. Wer immer wieder solche Schritte gesetzt hat, der weiß um die Dankbarkeit, die Freude, die Verbundenheit.

Für mich sind das gute Aussichten…

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