Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat

Jesus wuchs in einer Handwerkerfamilie auf, in welcher die menschlichen Tugenden gepflegt und wo auch der Glaube an Gott gelebt wurden. Jesu Benehmen, seine Sprache, seine menschliche Entwicklung wurde durch seine Familie wesentlich mitbestimmt.
Jesus war auch sicherlich bereits berufstätig, bevor er seine Lehr- und Predigertätigkeit begann.
Wie auch bei uns allen, so kam auch Jesus aus einem bestimmten Milieu, dessen Haltungen, Stärken und Schwächen er gut kannte.
Wir dürfen davon ausgehen, dass Jesus als Prediger von seinen Zuhörern auch verstanden wurde, da er ihre Sprache sprach- egal, um welche Themen es auch ging.
Sein Wording, seine Wortwahl war immer auf seine Zuhörer angepasst. Jesus griff Alltagsthemen auf, um seine Anliegen klar zu vermitteln. Es ging um freudige Ereignisse, es ging um Krankheit und Tod, und das immer wieder hineingestellt in die große Lebens- und Gottesgeschichte.
Die Möglichkeiten und auch die Grenzen menschlicher Existenz wurden von Jesus beleuchtet, immer aber im Zusammenhang mit dem großen Ganzen der Schöpfung und des Schöpfers.
Sein Heilsversprechen war von augenfälligen, machtvollen Heilungen unterlegt. Jesus lieferte kein leeres Gerede. Es wäre fantastisch, wenn sich auch die Amtskirche um mehr Verständlichkeit der Gotteswortes bemühte. Jesu Maßstab dafür waren die Menschen um ihn- und nicht eine geltende (kirchliche) Disziplin…
