Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat

Wenn bei einem Gespräch dein Gegenüber unaufmerksam ist und nicht voll Anteil nimmt, dann ist das unangenehm. Es zeigt Desinteresse an dem, was du erzählst. Aufmerksamkeitsdefizite und gestörtes/ störendes Verhalten scheinen zuzunehmen. Familiäre Belastungen und Stress können damit zu tun haben, ebenso Organisationsprobleme.
Alles wird zu viel: Menschen sehen sich außerstande, wichtig von unnötig, richtig von falsch, Gutes von Schlechtem zu unterscheiden.
Hilflos im Meer von Einflüsterern und Eingeflüstertem ertrinken immer mehr Menschen in dieser Flut. In Unentschiedenheit fällt jedes Loslassen und Weglassen schwer.
Menschen können ihr Eigenleben verlieren, sie werden zunehmend fremdbestimmt und wie ferngesteuert. Früher gab es von den Angeboten her sicher keine Überlastung, aber auch damals mussten sich Menschen entscheiden, ja oder nein sagen.
Damals gab es keine Social Media, sondern es waren Prediger, Aktivisten, die öffentlich auftraten und ihre Ansichten zum Besten gaben
Wie geht es mir beim Gottesdienst?
Wir hören das Wort Gottes- vernehmen wir bloß seinen Klang oder berührt es uns?
Was bringe ich zur Gabenbereitung zum Altar? Sind es meine Sorgen, meine Freude, meine Dankbarkeit- oder komme ich mit leeren Händen?
Brot und Wein werden zu Leib und Blut Jesu- sein Geschenk, seine Hinterlassenschaft für uns, für mich! Er teilt sich mit, er teilt seine Gemeinschaft mit uns.
