Was ist da passiert?

Gedanken zum Nach.denken von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat


Jesus am Jakobsbrunnen

Das Gottesprinzip ist im Laufe der Jahrhunderte zu einem Prinzip der Schuld und des Leidens verformt worden. Drohung, Strafe und Angst haben sich meist unwidersprochen zu Identitätskriterien einer Religion entfaltet, die sich vom Wirken Jesu entfernten.

Jesus wurde Mensch, um die verirrten, gestrauchelten, entmutigten Menschen wieder aufzurichten. Wie konnte nur diese Frohbotschaft zu einer Drohbotschaft verkommen?

Über Jahrhunderte haben zahllose Strukturen und Regeln die Wurzeln unseres Glaubens überwuchert. Bis heute wird von der kirchlichen Disziplin geredet. Die Freudenbotschaft der Engel mit dem Friedenswunsch bei Jesu Geburt hat ihren Klang verloren und ihre Glaubwürdigkeit inzwischen eingebüßt. Hat die Amtskirche begriffen, was wirklich zu reformieren wäre?

Jesus lebte ein verborgenes Leben, bevor er als Lehrer und Heiler in die Öffentlichkeit trat. Es ging Jesus um Vertrauen, um Zuversicht und Hoffnung, um Ermutigung und Erneuerung.

Jesus schenkte den Menschen mit körperlichen oder seelischen Verstrickungen die Befreiung und Heilung, er holte sie aus ihren Schmerzen heraus.

Warum wurde Jesus Mensch? Er brachte den Bedürftigen Heilung – Befreiung – Frieden. Jeus lebte uns vor, dass der Weg zu Gott über die Mitmenschlichkeit führt.

Daraus erwächst uns eine Freude in der menschlichen Gemeinschaft wie auch aus unserer Gotteskindschaft.

Jesus will für uns glaubwürdig und vertrauenswürdig sein. Vertrauen entsteht zwischen Menschen, die sich in einer Beziehung zueinander öffnen. Ohne Vorbehalte, ohne Vorurteile wäre das ganz einfach. Und er will uns beschenken.

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