AUFERSTEHUNG- was heißt die österliche Zumutung für mich?

—— Gedanken zum Osterfest von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat—————-

Auf(er)stehen ist für mich zunächst eine Erinnerung an Jesus in Jerusalem! Wir feiern dieses Freudenfest, weil auch wir nach Jesu Menschwerdung, seinem Leiden und Sterben die Hoffnung auf unsere eigene Auferstehung zu ewigem Leben haben.

In Jesu Leiden erlebten wir seine Opferbereitschaft und Geduld, seinen persönlichen Schmerz, Verrat und seine Vereinsamung. Er nahm alles aus Liebe zu seinem/unserem Vater für uns alle an – bis zum Tod. Nur durch seine sehr persönliche Gotteserfahrung konnte Jesus als Mensch so sein, wie er war. Jesus wusste, dass Gottvater für ihn da war.

In diesem pandemiegeprägten Jahr waren wir alle in unserem Gemeinschaftsleben spürbar betroffen. Aufmerksamkeit aber auch Lieblosigkeiten waren im Alltag zu beobachten.

Durch seine liebevolle Zuwendung zu den Menschen, die ihn suchten, hat mir Jesus vorgezeigt, wie auch ich mein übliches Verhaltens- und Denkmuster verändern könnte- meine Bereitschaft vorausgesetzt. Er erwartet, dass ich es versuche, ihm auf den Fersen zu bleiben. Er kennt ohnehin unsere Begrenzungen.

Und das ist der bleibende österliche Auftrag Jesu an uns: An ihm dranbleiben.   Nach Stürzen immer wieder aufstehen. Miteinander und füreinander leben. Einander ertragen.

Die Emmauserzählung veranschaulicht, dass Jesus immer mit uns geht, auch wenn wir es nicht bemerken. Und wenn uns beim Abendmahl, beim Hören der Schrift, beim Brotbrechen das Herz brennt, dann wissen wir Jesus spürbar nahe.

Jeden Tag können wir das Auf(er)stehen einüben, wenn wir unseren Nächsten lieben und die Gerechtigkeit tun. Jesus weiß, dass er dies unserer Schwachheit zumuten kann.

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