Fernsehmesse am 1. Mai aus der Marienkirche

Auf mehrfachen Wunsch veröffentlichen wir den Predigttext anl. der Messe über SERVUS-TV.

Zusendung der Novenen-Broschüre (mit Bild) „Mutter von der Immerwährenden Hilfe“.

Predigtgedanken am 1. Mai – von Kan. Pater Lorenz Voith CSsR.

Lassen Sie mich zuerst zwei Sätze sagen zur Lesung und zum Evangelium, bevor ich auf das Thema dieses Sonntags, des Beginn des Marienmonats Mai eingehe.

Zum Evangelium: die Apostel sind zum alten Leben zurückgekehrt. Vorerst. Die meisten als Fischer. Dazwischen lagen Aufbruch, Erfahrungen, Frustration, Angst, dann die Erfahrung mit den Auferstandenen. Sie sind noch in der Wartesituation. Und da kommt Jesus. Und lässt Sie das Alte zurücklassen und neu verstehen. Und der Auftrag: Folge mir nach. Neubeginn bedarf auch eines neuen Vertrauens.

Es ist schon erstaunlich: Diese noch kleine Schar von Jüngern und Jüngerinnen. Vorher schreckhaft, ängstlich, auch mit einem Gefühl von Unterlegenheit ausgestattet: Nun: Sie bekommen Mut. In Jerusalem. Bei den vielen Gelehrten. Den Autoritäten des Volkes. Sie stellen sich der Konfrontation. Angst gegen Mut, Gewalt gegen Friedfertigkeit, menschliches Machtstreben gegen göttlich Autorität. Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Ein wichtig gewordenes Wort. Auch für uns heute vielleicht wichtig:
Als Christen. Als Kirche. Manchmal auch gegen den Strom der Zeit, … wenn der Herr mit uns ist, …

Drei Zugänge zum heutigen Tag und Maria, der Gestalt des Monats Mai.

Ein erster Zugang: Warum Mai? Was hat das mit Maria zu tun? Wir stehen am Beginn des Monats Mai. Wir begehen heute auch den „Tag der Arbeit“ – Staatsfeiertag. In Mariazell beginnt die sog. „Pilgersaison“ mit einem Festgottesdienst. In Bayern wird heute Maria, die Mutter Bayerns, Mater Bavariae gefeiert.

Ja, und auch wir feiern heute in unserer Marienkirche den Beginn des Marienmonats Mai. Und wir laden Sie alle mit hinein in unsere Stube, auf unserem Weg.

Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings verstanden und etwa als „Maienkönigin“ verehrt.

Maria steht am Beginn des Heilswerkes Gottes und symbolisiert somit den „Frühling des Heils“.

Da ist die Farbe GRÜN dabei. Wie in unserer Kirche die Farbe GRÜN sich mit dem GOLD verbindet– besonders an den Säulen wird dies sichtbar. Diese Kombination finden wir auch in alten orientalischen Kirchen, …

Mai: Da ist das neue Leben rund um uns dabei. Das zunehmende Licht. Hoffnung, ja auch Zuversicht. Vertrauen auf Gottes Mitgehen.

Ein Zweiter Zugang:

Die Christen der ersten Jahrzehnte schon verehrten Maria in besonderer Weise. Durch all die Jahrhunderte. An so vielen Orten, in so vielen verschiedenen Bräuchen. Das marianische Jahrhundert prägte diese Verehrung. Für Millionen Menschen war und ist Maria die erste Adresse als Fürsprecherin. Als eine, die versteht. Schon bemerkenswert. Ohne moralische Zeigefinger, …

Im bekannten Film „Don Camillo und Peppone“ kommt es zu einer interessanten Szene, die das damalige Verständnis sehr gut wieder spiegelt. Der Kommunistische Bürgermeister Peppone hatte die Wahl gewonnen. Und er kam heimlich in die Kirche mit einer großen Dankkerze. Diese Kerze stellten er und seine Leute am Marienaltar auf. Und Don Camillo sieht das und ärgerte sich. „Wie kommen diese dazu – die Ungläubigen“. Jesus am Kreuz beruhigt Don Camillo. Was kann da schlecht sein, wenn Menschen zu Maria,  seiner Mutter kommen. Mit ihren Anliegen? Wo liegt das Problem?

Ein Blick in die Gegenwart: Wie viele Nichtglaubende, Nichtkatholiken uam. kommen in unsere Kirchen und zünden immer wieder ein „Opferlicht“ an den Altären an? Wieviel Dank, Sorgen, oder auch Stoßgebete, vielleicht auch Hoffnungen, sind hinter diesen Lichtern verborgen? In Maria finden so manche dieser Leute eine, die versteht, …

In allen katholischen Kirchen weltweit finden wir ein Marienbild, eine Statue oder auch einen Altar. Maria: Das ist ein katholischer Schatz, den wir besonders pflegen.

Ein dritter Zugang – konkret:
Auch in unserer Marienkirche mit dem Gnadenbild – haben wir solch einen Schatz: MUTTER VON DER IMMERWÄHRENDEN HILFE. Eine besondere Ikone. Das Original stammt aus Kreta aus dem 14 Jht. Es wurde auf abenteuerlichen Weg nach Rom gebracht und wurde jahrhundertelang in einer Kirche verehrt. Heute noch finden wir die Kopien in Griechenland und im Osten. Dann die napoleonischen Kriege in Rom. Man fand das Original-Bild Jahrzehnte wieder. Papst Pius IX übergab dieses Gnadenbild den Redemptoristen, unserer Ordensgemeinschaft, mit dem Auftrag: „Macht dieses bekannt“. So kam es auch nach Hernals. In die Marienkirche. Gleich bei der Weihe fand man es am Hochaltar. Seit 1889. Und es ist heute eines der meist verbreitesten Mariendarstellungen weltweit.

Was will uns dieses Marienbild sagen. Heute? Ihnen und mir?

Eigentlich: Ich bin mit DIR. Fürchte dich nicht! Die ursprüngliche Bezeichnung der Ikone war: Die PASSIONSIKONE. Nicht um anzubeten. Sondern um zu erahnen. Um zu erkennen. Trost zu finden.

Maria: ihr Blick ist offen auf jeden Einzelnen gerichtet. Trostreich. Das Kind – Jesus – hält sich fest an ihrer Hand an. Warum? Das Kind erkennt die Engel mit den Leidenswerkzeugen der Passion. Und erschrickt. Und: verliert sogar dabei eine Sandale. Ja. So ist das Leben oft.

Das Leben ist manchmal sehr schwierig, nicht einfach. Manchmal auch zum Himmel schreiend. Denken wir nur an die Menschen in der Ukraine. Gerade dieses Gnaden-Bild wird auch in der Ukraine sehr verehrt. In diesem Bild erkannten und erkennen viele Menschen eine Fürsprecherin. Und diese zeigt auch Jesus. Auf Gottes Sohn selbst.

Möge der Monat Mai uns alle neu mit Kraft und Zuversicht erfüllen. Und gerade wo es nicht so ist, möge uns dieses trostreiche Bild begleiten.

Maria, „Mutter von der Immerwährenden Hilfe“ bitte für uns.

Amen.

Gratisbestellung unseres Novenenheftes: „MUTTER VON DER IMMERWÄHRENDEN HILFE“: kanzlei@marienpfarre.at

Informationen auch unter: www.gottesdienst.at

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