Mary, did you know?

Impulsgedanken zu Maria – von Bettina Geiger/Marienpfarre

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In meinem Leben bin ich vielen Menschen, vor allem Frauen begegnet, die eine tiefe und innige Beziehung zu Maria gepflegt haben. Auch wenn ich diesen Zugang für mich in dieser Intensität nicht gefunden habe, hat mich das Vertrauen, das Maria entgegengebracht wurde, immer wieder beeindruckt. Besonders faszinierend fand ich als Kind die unzähligen und teilweise wilden Geschichten, die als Dank für himmlische Hilfe auf Votivbildern in Mariazell verewigt wurden. Jedes Jahr in unserem Mariazell-Urlaub habe ich mir die Bilder angeschaut und die Geschichten gelesen.

Vor einigen Jahren bin ich dann zufällig auf ein englisches Lied gestoßen, das mir eine für mich neue Sicht auf Maria eröffnet hat. In diesem Lied („Mary, did you know?“) wird Maria gefragt, ob sie gewusst hat, was ihr Baby, das sie im Arm hält, eines Tages alles erleben und tun wird. Einige der wichtigsten Stationen in Jesu Leben werden dann erwähnt. Das Lied endet mit dem Text: „The sleeping child you’re holding is the Great I AM“. Ich war damals schon mehrfache Mama, ich glaube deshalb hat mich das so tief berührt. Maria hat Jesus als Baby im Arm halten dürfen, sein erstes Lächeln beantworten und die ersten Schritte begleiten – wie wir Eltern es heute auch bei unseren Kindern tun. Das hat mich ihr viel nähergebracht.

Für mich ist Maria heute eine mutige Frau, die als junges Mädchen schon uns allen das Vertrauen in Gott vorgelebt hat. Sie hat „Ja“ gesagt, ohne zu wissen, was da alles an Gutem und Herausforderndem, an Glück und Leid auf sie zukommen wird. Gott macht nicht alles gut im Leben – das hat Er auch für Maria nicht gemacht. Worauf wir uns aber voll und ganz verlassen können, ist, dass Er immer bei und in uns bleibt und uns so auf unserem Weg begleitet, der manchmal steinig und schwierig und manchmal leicht und beglückend ist.

Bild: Carlo Maratto/ Maria mit Kind,1660/KHM-Wien

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