Das Wort.

Meditativer Impuls zum Christtag von Alfred Dietmaier, pens. Arzt und Pfarrgemeinderat.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Die Wirkmacht eines Wortes ist durch meine Wortwahl vielfältig, mitunter auch dunkel und mehrdeutig. In vielen Sprachen und Medien werden so bei einem Wortwechsel schöne und leere, tröstende oder urteilende Worte getauscht.

Zu Weihnachten hören wir von Johannes ein besonderes Evangelium über DAS WORT (Joh 1,1-18).

Der Evangelist versucht dabei, die Lebenskraft und Ausstrahlung des göttlichen Wortes sehr weitgespannt zu beleuchten. Er verweist auf die unbegreifliche Fülle, die Gnade und Wahrheit, die uns bis heute aus und in diesem WORT durch Jesus aus Liebe geschenkt wird. Manche Textpassagen bleiben für uns im Dunkel, da selbst die unterschiedlichen Sichtweisen auf Jesus letztlich seine Größe nicht erfassen können.

JESUS IST DAS MENSCHGEWORDENE GOTTESWORT. Er wünscht sich den Dialog und Austausch mit dir und mir. Jesus weiß, dass wir sehr oft gar nicht bereit dafür sind, weil uns die passenden Worte fehlen. Jesus geht es keinesfalls um philosophisch-unverständliche Formulierungen. Er kennt die Wirksamkeit seiner Worte, die nach einer lebendigen Beziehung zu allen Menschen und zu Gott suchen und die uns persönlich und verständlich erreichen wollen.

Weihnachten ist d i e Einladung an uns, still geworden immer wieder unser Herz für Gottes Wort im Schweigen heiliger Nächte zu öffnen. Gottes Wort will auch in uns lebendig werden. Sein Wort will nicht bloß als saisonale Geräuschkulisse dienen. Sein Wort will uns erstaunen, begeistern und verwandeln.

„Sprich Du nur ein Wort, Herr“, dann können wir Deine empfangenen Worte weiterschenken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.