Gedenktag des sel. Petrus Donders

Am 14. Jänner gedenken den Redemptoristen und die Weltkirche eines bemerkenswerten Heiligen der Barmherzigkeit: Pater Petrus Donders.

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„HINZUGEHEN UND SICH VERSETZEN LASSEN“

Persönliche Anmerkungen von Claudia Peters, Vizepostulatorin der Causae Petri Donders C.Ss.R.

In der heutigen Liturgie hören wir zwei Texte über gerufen werden / Berufung: Der junge Samuel wird von Gott gerufen, steht auf und versucht, dem Ruf Gottes zu folgen: „Sprich, denn dein Diener hört“. Im Evangelium folgen die Fischer Andreas und Simon Jesus, um zu sehen, wo er sich aufhält. „Kommt und ihr werdet sehen“. Um Jesus nachzufolgen, muss man sich in Bewegung setzen, hinausgehen, vielleicht ins Unbekannte, ein wenig neugierig, mit offenem Geist, nicht von der eigenen Abenteuerlust getrieben, sondern von der Liebe zu Gott und zum Nächsten.

Der selige Petrus Donders, der schon in jungen Jahren den Ruf Gottes gehört hatte, ging in seinem späteren Leben hinaus. Er war Weber und verließ den Webstuhl, um ins Internat zu gehen. Vom Apostolischen Vikar berufen, verließ er das Priesterseminar und ging nach Surinam, wo er vakante Ämter übernahm, Aufgaben, die ihm anvertraut wurden. Er wollte in die Mission gehen, um den Armen zu helfen, von denen er gehört hatte, aber es war nicht er, der das Ziel wählte. Er hörte auf den Ruf, der von außen kam.

1866 kehrte Petrus Donders für sein Noviziat bei den Redemptoristen von Batavia nach Paramaribo zurück. Im Alter von 73 Jahren wurde er von Batavia nach Paramaribo und dann nach Coroni versetzt: vielleicht unter anderem, um weniger schwere Arbeit zu verrichten, aber gewiss nicht, um in den Ruhestand zu gehen. In einer Predigt in Batavia sagte er: „Wir alle sind der Autorität des Bischofs unterstellt und müssen gehorchen. Aber auch wenn der Bischof mich von euch wegnimmt, verspreche ich euch, in eurer Mitte zu sterben. Am Tag der Auferstehung werde ich bei den Aussätzigen sein und das Urteil Gottes erwarten“. Zwei Jahre später kehrte er tatsächlich nach Batavia zurück, allerdings nicht um zu sterben, sondern um seine Arbeit unter den Aussätzigen, die nach ihm gerufen hatten, wieder aufzunehmen. Sein fortgeschrittenes Alter hinderte ihn nicht daran, an den „Ort des nicht nachzuerzählenden Elends“ zurückzukehren, alles andere als ein angenehmer Ort für einen 75-Jährigen, das Alter, in dem heute Kardinäle der römischen Kurie, Bischöfe und Pfarrer gebeten werden, ihren Amtsverzicht anzubieten.

Einsatz und Verfügbarkeit – auch noch im Alter: bemerkenswert!

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