Grüß Gott am Sonntag – Nr 15

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Liebe Gemeinde, liebe Gäste!

Mit diesem Weißen Sonntag (Sonntag der Barmherzigkeit) endet die Osteroktav. Wir haben die
Heilige Woche und Ostern als gesamtes Geschehen betrachtet und gefeiert. Danke an alle, die sich in der Liturgie und rundherum beteiligt haben; es war unter diesen besonderen Umständen ein eindrucksvolles Gedächtnis und Feiern! Danke auch allen, die über Internet mit uns in diesen Tagen verbunden waren; es waren viele Hunderte.

Der Apostel Thomas steht im Mittelpunkt des Zweiten Ostersonntags. Es ist Thomas, der später die Kirche in Südindien begründen wird. Er steht für den „zweifelnden“ Menschen aller Zeiten. Die Zweifel gehören aber wesentlich zum Glauben. Und wir dürfen Zweifel haben: auch an Berichten, an Überlieferungen, an Traditionen, die sich einfach gebildet haben. Zweifel sind auch Anfragen. Wer sich diesen Fragen stellt, wird wohl auch im Glauben wachsen. Das Wort der Schrift und auch alle Zeichen müssen für mich „greifbar“ werden, mich „betreffen“, ganz gleich ob jung oder betagt, ob beruflich aktiv oder schon im Ruhestand. Der gelebte Glaube hat aber immer auch mit Gemeinschaft zu tun; ich bin nicht allein unterwegs in dieser Welt, …

Die für den 2. Ostersonntag vorgesehene Erstkommunion-Feier mussten wir wegen „Corona“ verschieben; mögen wir diese nunmehr im Mai feiern können.

Danke für jeden Beitrag für den Erhalt der Marienkirche und den vielen wöchentlichen Belastungen der Marienpfarre!
Einen herzlichen österlichen Segensgruß!

Ihr P. Lorenz Voith

Sonntag, 11. 4. – Weißer Sonntag
L 1: Apg 10,34a.37-43; L2: Kol 3,1-4; Ev: Joh 20,1-9
8.00 Uhr – Hl. Messe – (pro populo)
9:30 Uhr – Hl. Messe – († Karl Raser) LIVE-Stream

Montag,  12. 4.
L: Apg 4,23-31; Ev: Joh 3,1-8
18:30 Uhr – Hl. Messe  († Berta Haslinger)    

Dienstag, 13. 4.
L: Apg 4,32-37; Ev: Joh 3,7-15

Mittwoch, 14. 4.
L: Apg 5,17-26; Ev: Joh 3,16-21
8:00 Uhr – Hl. Messe († Schwiegermutter Maria)      

Donnerstag, 15. 4.
L: Apg 5,27-33; Ev: Joh 3,31-36
8:00 Uhr – Hl. Messe († Gatten Helmut)

Freitag, 16. 4.
L: Apg 5,34-42; Ev: Joh 6,1-15
18:30 Uhr – Hl. Messe

Samstag, 17. 4.
L: Apg 6,1-7; Ev: Joh 6,16-21
18:00 Uhr – Marienstunde
18:30 Uhr – Vorabendmesse († Anna Deinhammer)

Sonntag, 18. 4. – 3. Sonntag der Osterzeit
L 1: Apg 3,12a.13-15.17-19; L 2: 1 Joh 2,1-5a; Ev: Lk 24,35-48
8.00 Uhr – Hl. Messe – (pro populo)
9:30 Uhr – Hl. Messe – (für die Anliegen des Klemenskomitees) LIVE-Stream


Glaubst du wirklich, dass Jesus auferstanden ist, und dass er lebt?

Ich glaube, dass das für jeden von uns nicht einfach ist. Es ist so schwierig zu glauben, dass, wenn jemand schon im Grab war, wieder lebt? Wenn ich das nicht erlebt habe, kann ich das auch nicht glauben. Und ich habe schon viele gekannt, die von dieser Welt gegangen sind und ins Grab gelegt worden sind. Mein ältester Bruder, meine Eltern, einige Verwandte und einige meiner Freunde sind gestorben; ich war da, als man sie ins Grab gelegt hat. Leben sie?

Ich bekam heute ein Buch von meinem lieben Freund Alois. Das Buch schrieb der bekannte Pfarrer Rainer Maria Schießler aus Bayern. „Die Schießler Bibel“. Ich fand gute Gedanken zu meinen Gedanken und für das heutige Evangelium, die ich mit euch teilen möchte

„Wunder des Glaubens“

Einmal nach seinem Auferstehungsglauben gefragt, bekennt sich Jesus zu seinem Vater: »Er ist doch nicht ein Gott von Toten, sondern von Leben­den.« Der Mensch ist also für ihn von Anfang an zu einem neuen, zu einem anderen Leben, zur Auferstehung bestimmt. Ostern ist die Bestätigung sei­nes Glaubens und gleichzeitig unsere C’hance, wie ein Apostel Thomas aus diesem Glauben heraus neu zu leben.

In unserem irdischen Leben sehen wir nur eine Seite, die Vorderseite. Ostern, die Auferstehung Jesu aber eröffnet uns auch den Blick auf die Rück­seite und lässt uns daran glauben. Wie die beiden Jünger auf dem Weg nach Emmaus lassen wir uns die Schrift auslegen und uns das Brot brechen, er­kennen wir IHN an seinem Wort, in seinem Brot, in der Gemeinschaft als Lebendigen, als einen, von dem wir zum Beginn eines jeden Gottesdienstes bekennen: Er ist mitten unter uns.“

Ich freue mich immer, wenn ich auch die andere Seite hören und sehen kann. Es gibt immer zwei Seiten. Dann könnte ich an beide Seiten glauben.                                                                                                                                                                                                 

Rudi

Österlicher Segen

Der allmächtige Gott

hat uns durch die Auferstehung seines Sohnes

aus Sünde und Tod befreit;

er segne euch und schenke euch seine Freude.

Und Christus, mit dem wir auferstanden sind

durch den Glauben, bewahre in euch

die Gabe der Erlösung.

Gott hat uns in der Taufe angenommen

als Kinder seiner Gnade;

er schenke euch das verheißene Erbe.

Das gewähre euch der dreieinige Gott,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Roland Breitenbach (geb. 1935)

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