Grüß Gott am Sonntag – Nr 5/2022

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Liebe Gemeinde, liebe Gäste!

Seit 25 Jahren feiern am 2. Februar die Ordensgemeinschaften weltweit den „Tag des Geweihten Lebens“. Derzeit leben und wirken knapp eine Million Frauen und Männer in einem der vielenOrden; eine beeindruckende Zahl. Alle eint die Lebensform in Gemeinschaft und nach den drei Gelübden. Diese müssen aber heute neu verstanden und auch übersetzt werden. Richtig verstanden befähigen diese zur inneren und äußeren Freiheit, ja auch im unermüdlichen Einsatz für Anliegen in Gesellschaft und Kirche; für die Gerechtigkeit in der Welt, für die Schöpfung, gegen die Ausgrenzung von Gruppen, uam. Viele Ordensleute werden auch deshalb in jedem Jahr Opfer von Verfolgung und staatlichem Terror; eine traurige Bilanz.

Letztlich bleibt diese Lebensform immer auch ein „Zeigefinger auf das Mehr“.  Papst Franziskus, selbst Ordensmann, unterstreicht einmal mehr: Ordensleben ist „kein Auslaufmodell“, sondern ein „Schatz für die Kirche“. Leider haben wir im Westen nur mehr sehr wenige Neueintritte; viele Schwestern und Patres kommen heute aus anderen Ländern zu uns. Die Frage bleibt: Wie fördern Familien und Pfarren bei uns neue Berufungen aus ihrer Mitte? Diese Frage dürfen wir auch in der Marienpfarre stellen.

Bitte beachten Sie die Einladung zur Kandidatenfindung für die PGR-Wahl!

Danke allen für die Mitarbeit in nicht leichten Zeiten; danke allen für Ihre Verbundenheit und auch Ihre Spende für Ihre Marienkirche und Marienpfarre! Vergelt’s Gott!

Einen herzlichen Segensgruß!
Ihr Pater Lorenz Voith


NEUE VERORDNUNG IN DER „CORONA-PANDEMIE“

Mit 13. November treten – nach Verordnung der Österr. Bischofskon-ferenz – neue Regelungen in Kraft. Sie betreffen unsere Gottesdienste und auch das Pfarrleben, Gruppen und Runden.

Einige Stichpunkte:
Die Teilnahme an den Gottesdiensten ist weiterhin frei und wird nicht kontrolliert. Die FFP-Maske ist aber zu tragen.  Die Vorsteher (Priester) aller liturgischen Dienste benötigen einen 3G-Nachweis (gemipft, genesen oder getestet). Alle Lektoren, Ministranten, Kantoren, Mitarbeiter/Innen in der Liturgie benötigen auch einen 3G-Nachweis. Der Vorsteher der Liturgie oder eine andere beauftrage Person ist verpflichtet, diese zu kontrollieren. Chorgesang ist möglich unter Erbringung des „2,5G-Nachweises“. Ab 25 Personen gilt nur mehr der 2G-Nachweis. Für Taufen, Erstkommunionen, u. ä. gibt es eigene Vorschriften (2G-Nachweis, bzw. Tragen des MNS-Schutzes). Für Treffen von Runden, Gruppen, sind die staatlichen Vorgaben einzuhalten. „Pfarrcafe“, Markt, etc.: Hier gilt auch der 3G-Nachweis (vgl. staatliche Vorgabe).

2G-Regel für Veranstaltungen mit über 25 Personen. 2G-Regel für Veranstaltungen in der Kinder- und Jugendarbeit bzw. in der Sakramtentenvor bereitung – mit über 50 Personen.  Für höhere Teilnehmerzahlen ist eine Anzeigenpflicht gegeben.

Für die Erzdiözese Wien gilt für alle Angestellten der 3G-Nachweis. Jede Pfarre kann darüber hinaus noch eigene Regelungen setzen. Die Erzdiözese Wien dazu: „Die Umsetzung und Einhaltung dieser Präventionsmaßnahmen ist nicht nur Selbstschutz, sondern auch ein konkreter Akt der Liebe zu unseren Schwestern und Brüdern“.


Samstag, 29. 1.
L: 2 Sam 12,1-7a.10-17; Ev: Mk 4,35-41
18:30 Uhr – Hl. Messe († Wilhelm Markovics) – LIVE-Stream

Sonntag, 30. 1. – 4. Sonntag im Jahreskreis
L 1: Jer 1,4-5.17-19; L 2: 1 Kor 12,31 – 13,13; Ev: Lk 4,21-30
8:00 Uhr – Hl. Messe – (pro populo)
9:30 Uhr – Hl. Messe – († Vater Karl Michael) – LIVE-Stream

Montag,  31. 1. – Hl.  Johannes Bosco, Priester, Ordensgründer
L: 2 Sam 15,13-14.30; 16,5-13a; Ev: Mk 5,1-20
18:30 Uhr – Hl. Messe – († Alexander Bretter)

Dienstag, 1. 2.
L: 2 Sam 18,6.9-10.14b.24-25b.30 – 19,3; Ev: Mk 5,21-43

Mittwoch, 2. 2. – Darstellung des Herrn, Lichtmes
L: Mal 3,1-4 oder Hebr 2,11-12.13c-18; Ev: Lk 2,22-40
18:30 Uhr – Hl. Messe († Mutter Karoline Kirchner) († Fam. Prokop und Zohner) – LIVE-Stream
Die Messe gestaltet das Chorensemble mit der ‚Missa Tertia‘ von Lajos BARDOS (1899-1986).

Nach dem Gottesdienst wird der Blasiussegen erteilt.

40 Tage nach der Geburt eines Sohnes musste eine Frau zwei Tauben als Reinigungsopfer im Tempel darbringen. Außerdem sollte der Erstgeborene Gott dargebracht werden. Im Tempel begegnet die heilige Familie dem greisen Simeon und der Prophetin Hanna, welche Jesus als das Heil der Welt bezeugen. (Lk 2,22-40) Früher auch Maria Lichtmess genannt. 2. Februar, Wien, Maria Hietzing

2. Februar – Das Fest der »Darstellung des Herrn« ist auch heute noch unter dem Namen »Mariä Lichtmess« bekannt. Früher blieb der Christbaum bis Lichtmess stehen. Die Lichter des Christbaums wurden gleichsam abgelöst vom Licht der an Lichtmess geweihten Kerzen und auch von der wachsenden Helligkeit, welche ein Sprichwort beschreibt. Dort heißt es: »An Weihnachten um einen Hahnentritt, an Neujahr um einen Männerschritt, an Dreikönig um einen Hirschensprung und an Lichtmess um eine ganze Stund‘.« Auch wenn wir am 2. Februar noch mitten im Winter stecken, sind erste Anzeichen des herannahenden Frühlings greifbar: Das Schneeglöckchen blüht und so ist es das traditionelle Lichtmessblümchen und ein wichtiges Marienattribut. Früher wurde es daher zum heutigen Fest auf den Altar gestreut. Das heutige Fest lädt uns mit seinem Kerzenlicht, der wachsenden Helligkeit in der Natur und mit seiner Botschaft von der erfüllten Hoffnung des Simeon dazu ein, daran zu denken, dass wir von der Freude erhellte Menschen sein können. Wir dürfen die Botschaft von Weihnachten nicht vergessen und sollten uns vergegenwärtigen: Christus, unser Retter, ist geboren! Er ist bei uns und sein Licht kann uns immer erfüllen.
Aus dem Laacher Messbuch

Donnerstag, 3. 2. – Hl. Blasius, Bischof von Sebaste in Armenien
L: 1 Kön 2,1-4.10-12; Ev: Mk 6,7-13
8:00 Uhr – Hl. Messe († Mutter Maria Leimer)

3. Februar – Hl. Blasius


Bild: Statue des Hl. Blasius auf dem Dom von Dubrovnik –Schutzpatron der Stadt
Foto: Robert Bunyai
 


Blasius war Bischof von Sebaste in Armenien. Nach der Legende erlitt er unter Kaiser Licinius um 316 einen grausamen Märtyrertod. Im Gefängnis soll er einem Knaben, der eine Fischgräte verschluckt hatte, das Leben gerettet haben; deshalb wird er im Osten und Westen gegen Halsleiden angerufen (Blasius-Segen seit dem 16. Jahrhundert). Seit dem späten Mittelalter gilt er als einer der Vierzehn Nothelfer.

Freitag, 4. 2. – Hl. Rabanus Maurus
L: Sir 47,2-11; Ev: Mk 6,14-29
18:30 Uhr – Hl. Messe

Samstag, 5. 2. – Hl. Agatha, Jungfrau, Märtyrin in Catania
L: 1 Kor 1,26-31; Ev: Lk 9,23-26
18:30 Uhr – Hl. Messe († Eltern und Großeltern) – LIVE-Stream

Sonntag, 6. 2. – 5. Sonntag im Jahreskreis
L 1: Jes 6,1-2a.3-8; L 2: 1 Kor 15,1-11 Ev: Lk 5,1-11
8:00 Uhr – Hl. Messe – (pro populo)
9:30 Uhr – Hl. Messe – († P. Josef Newald) – LIVE-Stream


Junge Menschen im PGR!

Gezielt an jüngere Katholikinnen und Katholiken als potenzielle PGR-Mitglieder richtet sich eine Kampagne in der Erzdiözese Wien, die die Katholische Jugend und die Katholische Jungschar als Kinder-und Jugendorganisationen der Katholischen Aktion (KA) starteten.

„Pfarren brauchen junge Menschen, die neue Ideen einbringen, aktuelle gesellschaftliche und kirchliche Themen ansprechen und Aktionen setzen“, begründete die Wiener KA-Vizepräsidentin Valentina Steigerwald diese Initiative der „Jungen KA“. Kinder und Jugendliche bräuchten auch eine starke Vertretung ihrer Anliegen im PGR.

Kennst du einen Jungen Menschen, der gerne im PGR der Marienpfarre mitmachen würde? Bitte sprich ihn an!


Unser neuer Kaplan stellt sich vor:

Mein Name ist Pater Anton Wölfle und bin seit dem 1. Jänner 2022 Kaplan im Pfarrverband Hernals.

Aufgewachsen bin ich auf dem Bauernhof meiner Eltern im bayerischen Obertaufkirchen, einer kleinen Pfarrgemeinde im Bistum München und Freising. Nach meiner Berufsausbildung zum Industriekaufmann folgte 2011 der Eintritt in die Ordensgemeinschaft der Redemptoristen, die ich durch eine Gemeindemission kennengelernt habe. Die Authentizität der Missionare und das nahe gelegene Kloster in Gars am Inn hatten es mir angetan. Nach dem Klostereintritt folgten diverse Stationen: Zuerst die Zeit des Postulats in Cham und Wolfratshausen (D), die ich für die Matura genutzt habe, dann das Noviziat in Maria Puchheim (OÖ) und das Studium der Theologie in Würzburg (D). Ein langer Weg! Daher war für mich die Freude umso größer, endlich auf eine Pfarrgemeinde losgelassen zu werden. 14 Monate durfte ich meine ersten pastoralen Erfahrungen in einem Pfarrverband der Diözese Augsburg (D) sammeln und wurde währenddessen im April 2021 zum Diakon und im Oktober 2021 zum Priester geweiht. Nun haben mich die Ordensoberen nach Wien geschickt und ich freu mich sehr auf die kommenden Jahre und auf die vielen Begegnungen.
Pater Anton


Pfarrliches Leben mitgestalten

Am 20. März 2022 findet unter dem Motto „mittendrin“ die Pfarrgemeinderatswahl statt. Alle Mitglieder der katholischen Kirche sind eingeladen, ihre Vertreterinnen und Vertreter zu wählen, bzw. sich zu überlegen, ob Sie selbst bereit sind, für den Pfarrgemeinderat (PGR) zu kandidieren. Dazu lade ich Sie ganz besonders ein: Gestalten Sie das pfarrliche Leben gemeinsam mit den anderen Pfarrgemeinderäten mit, bringen Sie ihre Ideen und Talente ein – seien Sie damit auch Sprachrohr für die Gemeindemitglieder, die nicht kandidieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es immer wieder herausfordernd ist, unseren Glauben im hier und heute zu leben und für unsere Mitmenschen
erlebbar zu machen – das kann und soll sowohl in der Caritas, in der Liturgie als auch in der Verkündigung geschehen. Mit anderen Worten: „Ausgehend von Jesus Christus wollen wir der Schöpfung und den Menschen wertschätzend begegnen, aufeinander hören und unsere Wege gemeinsam gehen.“ (Vision des Pfarrverbandes Hernals).
Ihr Martin Brandner
stellv. Vorsitzender des Pfarrgemeinderates



Sozialpastoral – Dekanat Hernals

Wien, 17.12.2021

Sehr geehrte LeserInnen!

Im Herbst des Jahres 2017 wurde dank der Initiative der vier Hernalser Pfarren ein neues Pilotprojekt, genannt Sozialpastoral, ins Leben gerufen.
Aufgabenbereich und Ziel des Pilotprojekts war, eine zentrale Beratungsstelle einzurichten, um Bedürftigen und von Armut betroffenen Menschen konkrete und unbürokratische Hilfe anzubieten. Gespräch und individuelle KlientInnenbegleitung sind wichtige Bestandteile dieser Arbeit.

Vor allem ist uns die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen wichtig. Leider gibt es auch hier in unserem Bezirk eine große Anzahl von Alleinerziehenden und Familien mit geringem Einkommen. Situationen wie diese beeinträchtigen nachhaltig die Chancen auf eine gute Ausbildung und die Integration in die Gesellschaft.

Im Bereich der Sozialpastoral bemühen wir uns um gute Kontakte mit verschiedenen Institutionen des Bezirks und der Caritas der Erzdiözese Wien. Im Bedarfsfall wird um eine entsprechende Hilfestellung für unsere KlientInnen gebeten.

Die Zusammenarbeit mit den Pfarren, den Pfarrcaritas-Teams und dem Beirat der Sozialpastoral ermöglicht uns, weitere Schritte der Entwicklung zu setzen.

Sehr geehrte LeserInnen!

Ein wichtiger Beitrag, der uns eine direkte und konkrete Mithilfe ermöglicht, ist Ihre Bereitschaft, mitzuwirken. An dieser Stelle bedanken wir uns für all Ihre bis jetzt geleistete Unterstützung!

  • Kollekte bei der Christmette und beim Fronleichnamsfest
  • Sammlung in den einzelnen Projektgruppen
  • Direkte Überweisung auf unser Konto
  • Gezielte Sachspenden
  • Lebensmittelsammlung

Die angebotenen Sprechstunden werden von KlientInnen mit verschiedenen Anliegen aufgesucht. Jede Person bringt ihre eigene Geschichte mit: einen individuellen Lebensweg, der nach Unterstützung verlangt, zum Beispiel Erarbeitung von Problemlösungen, Begleitung bei Amtswegen, juristische und psychologische Weitervermittlung, Übernahme bestimmter Kosten …! Die Sehnsucht nach geordneter und geglückter Zukunft ist bei allen Hilfesuchenden spürbar.

Sehr geehrte LeserInnen!

Es ist uns nicht möglich, Ihnen detailliert die oft sehr bedrückenden Lebensschicksale mitzuteilen. Hiermit erlauben wir uns, eine ganz kurze Darstellung von Notlagen am Beispiel einiger Fälle Ihnen zu geben:

  • Alleinstehende, junge, zum ersten Mal schwangere Frau. Der Kontakt mit der Familie ist seit Jahren abgebrochen.
  • Familie mit drei Kindern. Das jüngste Kind (9) ist seit der Geburt krank und braucht Spezialnahrung. Vater dieser Familie befindet sich in der Genesungsphase nach einer Krebskrankheit.
  • KlientInnen mit Notstandshilfe können Mieten und Energiekosten nicht bezahlen.
  • Familie mit vier Kindern. Der Vater ist unerwartet verstorben.
  • Obdachloser, der regelmäßig Kontakt mit seiner Tochter (13) pflegt. Kann sie selbst kaum unterstützen.
  • Unterstützung einer Klientin bei der Suche nach geeigneter Heimhilfe.
  • Ehemaliger Obdachloser mit der Chance, eine Arbeitsstelle in einem Krankenhaus anzunehmen.
  • Alleinstehende, psychisch belastete Frau mit zwei Kindern. Die Therme musste repariert werden.

Diesen und vielen anderen KlientInnen konnten wir helfen!
Dem Wesen der Sozialpastoral nach geschieht die individuelle Betreuung der Klienten außerhalb des allgemeinen Pfarrgemeindelebens.
Doch wir alle wissen, dass wir voneinander abhängig sind!

Je nachdem, wie sich 1. das Pfarrleben mit seinen Schwerpunkten, 2. die Offenheit gegenüber dem Projekt Sozialpastoral und 3. die Arbeit der Pfarrcaritas-Teams mit ihren Aktivitäten entwickeln, können wir gemeinsam bedürftigen Menschen helfen.

Mögen dieser Gedanke und die aktive Mitarbeit in unserem Pfarrverband weiterhin gut verankert sein und eine wichtige Stellung haben.

In Dankbarkeit für jeden einzelnen Beitrag

Wenn Sie in Not geratene Menschen und unsere Arbeit unterstützen wollen, bitten wir Sie um einen finanziellen Beitrag.
Direkt auf unser Konto: AT66 6000 0000 0744 0900 Marienpfarre, 1170 Betreff: Sozialpastoral Hernals
Oder, steuerlich absetzbar, auf unser Projektkonto bei der Caritas: AT47 2011 1890 8900 0000, Caritas der Erzdiözese Wien Betreff: Spende für KV 830086 Sozialpastoral Hernals

Kontaktdaten:  
Sr. M. Samuela Peterková SSCJ
Sozialpastoral – Dekanat Hernals
1170 Wien, Sankt-Bartholomäus-Platz 3
Tel.:     0676 30 790 72
E-Mail: sr.samuela@katholisch-hernals.at 
Sprechstunden: mittwochs 09:30–11:30 Uhr
Zusätzliche Termine nach Vereinbarung


Sr. Maria Samuela Peterková SSCJ                


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